Tells Tochter
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Tells Tochter
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| Untertitel |
Julie Bondeli und die Zeit der Freiheit
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| Verfasserangabe |
Eveline Hasler
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Zürich
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| Jahr | |
| Umfang |
253 S.
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| ISBN13 |
978-3-312-00342-6
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Die Geschichte der Berner Patriziertochter Julie Bondeli, die ihrer Zeit weit voraus war. (DR) Auch in ihren früheren Romanen hat Eveline Hasler eine Vorliebe für starke und unkonventionelle Frauen bewiesen, die die Regeln missachten, die ihnen Stand und Geschlecht zuweisen. Dazu zählt sicher auch Julie Bondeli, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Bern lebte und der Rousseau "den Verstand eines Mannes und den Witz einer Frau" bescheinigte. Dazu trug wohl auch wesentlich Julies Vater bei, der seiner wissensdurstigen Tochter Unterricht in Mathematik und Philosophie erteilen ließ, was für die damalige Zeit außergewöhnlich war und auf heftige Kritik stieß. Einer ihrer Lehrer war Samuel Henzi, ein zu seiner Zeit nicht ganz unbekannter Schriftsteller, der unter anderem ein Stück über Wilhelm Tell schrieb, in dem er dem Schweizer Nationalhelden statt des Sohns eine Tochter zur Seite stellte - daher der Titel des Romans. Die damalige Berner Regierung hatte mit Demokratie nicht viel am Hut. Die Ratsherren teilten die Macht unter sich auf und sorgten dafür, dass wichtige Ämter nur unter ihresgleichen weitergegeben wurden. Das bekam auch Samuel Henzi zu spüren. Seine revolutionären Ideen wurden ihm schließlich zum Verhängnis - er wurde 1749 öffentlich hingerichtet. Gotthold Ephraim Lessing setzte Henzi in einem dramatischen Fragment wenig später ein Denkmal. Für die junge Julie Bondeli war der Verlust des Freundes und Lehrers ein schwerer Schlag. Fortan kämpfte sie für seine Ziele weiter. Unter der Bezeichnung "Petite Sorbonne" unterhielt sie einen literarischen Salon, galt eine Zeit lang als Geliebte des exzentrischen jungen Wieland und wurde weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus bekannt. Dennoch hatte sie stets unter den Anfeindungen ihrer Umgebung zu leiden. Im Alter von nur 47 Jahren starb Julie Bondeli an Schwindsucht; ihr privates Glück hatte sie nie gefunden. Eveline Hasler ist es zu verdanken, dass die Geschichte dieser interessanten Frau wieder aus der Vergessenheit geholt wurde. Mit großem Einfühlungsvermögen verbindet sie Historisches mit Fiktivem zu einem gelungenen Ganzen. Originalzitate sind am Kursivdruck erkennbar. Man merkt dem Roman das akribische Quellenstudium an, das Eveline Hasler zu betreiben pflegt. Allen Bibliotheken zu empfehlen. *bn* Anita Ruckerbauer
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