Ein Zimmer für sich allein
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Ein Zimmer für sich allein
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| Verfasserangabe |
Virginia Woolf. Aus dem Engl. und mit einem Nachwort von Antje Rávik Strubel
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Zürich
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| Jahr | |
| Umfang |
182 S.
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| ISBN10 |
3-311-15008-2
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| ISBN13 |
978-3-311-15008-4
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: German Brandstötter;
Freiheit muss herrschen. (PL)
Woolf geht in diesem Essay, der aus zwei Reden 1928 entstanden ist, auftragsgemäß der Beziehung von Frauen und Literatur nach. Sie beschreibt, wie Frauen damals keinen Zutritt zu Bildungsinstitutionen, bezahlter Arbeit, Macht und Geld hatten. So war jeder verdiente Lohn an den Gatten abzuliefern und neben der Kinder- und Haushaltsbetreuung keine Zeit für Bildung und Muße oder gar Kunst. Neu ist die psychologische Argumentation, dass Männer ihre Macht einfach behaupten, indem sie die Frauen herabsetzen: Jeder Widerspruch, jede Kritik würde dabei Zorn und Aggression hervorrufen, weil das die Mächtigen entwerten würde. Auf der anderen Seite müssen die Frauen gegen diese Widerstände ein Selbstbewusstsein aufbauen. Deutlich wird der italienische Faschismus als Inbegriff der männlichen Autoritätsideologie herausgearbeitet. Ihr Appell ist, dass Frauen von der finanziellen und mentalen Fremdbestimmung loskommen müssen, am besten mit einem Einkommen von 500 Pfund jährlich (heute etwa monatlich 3000 (!)) und einem Zimmer mit Schlüssel.
Das alles ist klar argumentiert und es kommen wohltuend keine vereinfachenden Merksätze vor, Woolf schafft Rückblicke und Prognosen und die zeitgenössischen Längen sind überschaubar.
Empfehlung für den einen oder anderen Feminismusschwerpunkt.
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