Öffentliche Pfarr- & Gemeinde-Bücherei St. Ruprecht

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Der Weg ins Paradies ist keine Asphaltstraße

Bezeichnung Wert
Titel
Der Weg ins Paradies ist keine Asphaltstraße
Untertitel
Eindrücke aus Äthiopien
Verfasserangabe
Barbara Strebel
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Wiesbaden
Jahr
Umfang
171 S. : Ill.
ISBN13
978-3-280-06099-5
Schlagwort
Annotation
Reflexionen einer Caritas-Mitarbeiterin über Äthiopien. (EL) Die Autorin arbeitet bereits 1994 gleich nach ihrer Matura einige Monate als Volontärin in einer kleinen Ortschaft im Norden Äthiopiens im Grenzgebiet zu Eritrea, wo schon lange der Konflikt zwischen dieser ehemaligen italienischen Provinz und Äthiopien schwelt, der dann auch zum Bürgerkrieg führte. Diese gebirgige und schwer zugängliche Region zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Gebieten Äthiopiens, sie wird vom Stamm der Irob bewohnt, einer der zahlreichen ethnischen Minderheiten des Landes. Der zweite Aufenthalt Barbara Strebels fällt in die Zeit 2000/2001 und 2002, wo sie sich vorwiegend in der nördlichen Provinz Tigray und zwar in der Stadt Adigrat aufhält, jedoch häufig mit ihren örtlichen Mitarbeitern auch in die Dörfer kommt, um den Fortgang der einzelnen Unterstützungsprojekte zu prüfen. Da zu diesem Zeitpunkt ein bewaffneter Konflikt zwischen Eritrea und Äthiopien um den genauen Verlauf der Grenze ausgetragen wird, ist ihr Arbeitsgebiet schwer betroffen, denn viele dort ansässige Menschen sind interniert oder auf der Flucht. Gerade jetzt zeigt sich jedoch die unnachahmliche Gastfreundschaft des äthiopischen Volkes: Hat man auch selber nichts, so wird dieses "Nichts" fraglos mit jedem in Not geteilt und ist die Hütte auch schon belegt, so rückt man eben noch ein wenig zusammen. Auf Grund ihrer Erfahrungen in diesem wunderschönen Land am Horn von Afrika versucht die Autorin, einen Abriss zu geben vom täglichen Überlebenskampf, von bewundernswerter Kraft und Ausdauer, von Krieg, Hunger, Armut, tiefer Religiosität und dem Fatalismus, mit dem all dies ertragen wird. Kein Zweifel, Äthiopien fasziniert den Reisenden - die Rezensentin hat dies selber erfahren können - gerade durch die Gegensätze seiner unterschiedlichsten Landschaften und seines immensen kulturellen Reichtums, der stets gegenwärtig ist. - Die vorliegende Dokumentation unterstreicht diese Eindrücke in leicht verständlicher Form und ist für alle an fremden Kulturen Interessierten sehr empfehlenswert. *bn* Hertwiga Kröss

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