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      <marc:subfield code="a">Quelle: SCHRIFT/zeichen; &#xD;
Autor: Barbara Tumfart; &#xD;
Der 1964 in Frankfurt am Main geborene Schriftsteller Jacob Arjouni wurde bisher vor allem durch seine Kayan-Kaya-Kriminalromane bekannt. Sein Erstlingswerk "Happy birthday, Türke" wurde 1991 von Doris Dörrie verfilmt. Für "Ein Mann, ein Mord" wurde Arjouni 1992 mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet. Um so verwunderlicher ist das vorliegende Buch kleiner Erzählungen, das nun bei Diogenes auch als Taschenbuch erschienen ist mit dem bereits erklärenden Titel "Idioten. Fünf Märchen". Eine Sammlung kurzer ironischer Märchen für die Erwachsenenwelt, in der Arjouni sämtliche Klischees unserer modernen Zeit aufs Korn nimmt und die Protagonisten als Idioten erscheinen lässt.&#xD;
Alle Geschichten nehmen ihren Anfang mit dem Erscheinen einer guten Fee, die zwar rein äußerlich den traditionellen und kindlichen Vorstellungen eines Fabelwesens entspricht (so ist sie rosa-weiß durchsichtig und besonders zart gebaut, auch scheint sie zu schweben), allerdings eine gestresste und ungeduldige Person ist. Auch der Wunsch, den sie erfüllen darf ist an Bedingungen geknüpft - so sind Wünsche in den Bereichen Unsterblichkeit, Gesundheit, Geld und Liebe ausgeschlossen. Und hiermit beginnen die Probleme der Erzählfiguren.&#xD;
Nur ein paar Beispiele. Der Jungunternehmer Max wünscht sich nach langem Überlegen eine Änderung in seiner Firma und wird letztendlich dafür von den Untergebenen nur noch mehr verachtet. Oder die alleinerziehende Mutter namens Frau Radek, die sich angeblich nur das Beste für ihren Sohn wünscht, diesen aber ständig nur kontrolliert und blockiert. Sie wünscht sich, dass ihr Sohn endlich erkennt, "was er an seiner Mutter hat" - das Ende der Geschichte scheint klar und man wird an den Anfang der Erzählung zurückgeführt.&#xD;
Arjounis Geschichten sind wirklich lesenswert. Voll Ironie und Witz erzählt er das Schicksal von fünf Menschen, deren Leben durch einen Wunsch schlagartig verändert wird. Die Änderung ist nicht immer positiver Natur, jeder Wunsch hat bekanntlich zwei Seiten, die Folgen sind nicht immer absehbar. Das kleine Buch regt zum Schmunzeln an, es ist unterhaltsam, witzig und charmant. Zugleich denkt der Leser selber darüber nach, welchen Wunsch man denn nun selbst aussprechen würde und damit beginnen dann erst recht so manche Probleme ...</marc:subfield>
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