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      <marc:subfield code="a">Der Sänger</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Flucht in die Schweiz 1942: Der berühmte Tenor Joseph Schmidt überlebt das nicht. (DR) Lukas Hartmann, das Pseudonym für Hans-Rudolf Lehmann, ist ein bekannter Schweizer Autor, der mit vorliegendem Roman ein Thema aufgreift, das gerade im letzten Jahrzehnt ungelöst unsere Gesellschaft verunsichert. Joseph Schmidt war vor der Machtergreifung Hitlers und der beginnenden Judenverfolgung ein weltberühmter Sänger. Aus einer jüdischen Familie aus Czernowitz stammend, wird er ein gefeierter Star, der nach 1933 durch vier Länder flüchtet, bis er schließlich 1942 in Südfrankreich landet. Als er dort auch nicht mehr sicher ist, versucht er, wie Tausende andere, illegal über die Grenze zu gelangen. Er schafft die Flucht und kommt in ein Sammellager in Girenbad, unweit von Zürich. Dort soll er bleiben bis über seine Zukunft entschieden wird. Das Lager ist eine aufgelassene Textilfabrik und wird von einem Offizier geleitet, der den Internierten seine Abneigung spüren lässt. Schmidt ist schwerkrank, obwohl erst 38 Jahre alt, und hat durch eine Kehlkopfentzündung seine Stimme verloren. In der Schweiz herrscht eine angespannte Situation: Man möchte einerseits Hitler nicht reizen und fürchtet einen Einmarsch, andererseits ist eine negative Grundstimmung der Bevölkerung gegen die Flüchtlinge und vor allem gegen Juden vorhanden. Schmidt verstirbt schließlich im Lager, nachdem man für den Schwerkranken keine Ausnahme machen wollte und seine Krankheit im Spital nicht richtig diagnostiziert und behandelt wurde. Hartmann bezieht, neben der Fluchtbeschreibung und den inneren Monologen des Sängers, zwei weitere Erzählebenen ein. Da ist der Polizeijurist, der unter den politischen Vorschreibungen und Zwängen der Regierung leidet. Hier das Recht und die Gesetze befolgen und dort das Verständnis und Mitgefühl für Flüchtende, das bereitet dem Mann seelische Probleme. Daneben gibt es auch die Erzählung einer betagten Frau, die aus ihrer Jugend erzählt und in der Nähe des Lagers lebte. Dort hatte sie mit ihrer Freundin von der Anwesenheit Schmidts erfahren und sie waren Verehrerinnen des Sängers, die ihn unbedingt sehen und womöglich ein Autogramm ergattern wollten.</marc:subfield>
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