Die Heimkehr

Bezeichnung Wert
Titel
Die Heimkehr
Untertitel
Roman
Verfasserangabe
Schlink, Bernhard
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Zürich
Jahr
Umfang
374 S.
ISBN10
3-257-06510-8
ISBN13
978-3-257-06510-7
Annotation
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Franz Holztrattner; Varianten eines Menschheitsthemas: Aspekte der Heimkehr, frei nach der Odyssee. (DR) Peter Debauer, der Ich-Erzähler, verbringt die Sommerferien seiner Kindheit - zu denken wäre an die 1950er-Jahre - bei seinen Großeltern in der Schweiz. Seine Mutter lebt in Deutschland, sein Vater ist angeblich unmittelbar nach dem Krieg umgekommen. Die Großeltern redigieren Heftromane und geben dem Enkel die gebrauchten Bögen als Schreibpapier. Eines Tages liest er eine der Geschichten: Sie handelt von einem Soldaten namens Karl, der sich nach Ende des Krieges aus Sibirien nach Deutschland durchschlägt, seine Frau aber mit einem anderen Mann vorfindet. Das Ende der Geschichte erfährt Peter nicht; das Notizblatt ist verloren gegangen. Später, als Erwachsener, macht sich Peter, mittlerweile Jurist, auf die Suche nach diesem Schluss; er findet Strukturen (die Gestaltung der Geschichte nach der Heimkehr des Odysseus), er findet das Haus und er entdeckt schließlich, dass Karl seine eigene Geschichte geschrieben hat, dass er in Breslau im Umfeld eines hochrangigen Nazis war, dass von ihm Briefe und Artikel vorhanden sind, in denen eine zweifelhafte Ethik des Stärkeren vertreten wird und - dass es sich dabei um seinen, Peters, Vater handelt, der mittlerweile eine Universitätskarriere in den USA gemacht hat. Peter zieht nach New York und verbringt einige Zeit im Umfeld des Vaters, erkennt, dass dieser noch immer dieselbe Ethik vertritt, und gibt sich ihm nicht zu erkennen. Am Ende kehrt er selbst heim zu seiner Lebensgefährtin - die letzte Heimkehr des Buches. Man hat Schlink vorgeworfen, er habe in diesen Roman zu viel hineingepackt, gleich mehrere unfertige Geschichten. Aber er nimmt hier die schon in seinem großen Roman "Der Vorleser" gestaltete Thematik des nach wie vor gegebenen "Hereinragens" der NS-Zeit in die Gegenwart wieder auf; diese Thematik ist eben noch unfertig; damit sind wir noch nicht fertig. Ich empfehle die Lektüre von Schlinks Roman nachdrücklich. ---- Quelle: Buch und Medien Südtirol (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); Peter Debauer, der Protagonist des Romans befindet sich auf Odyssee, auf seiner eigenen Odyssee, auf der Odyssee nach den Wurzeln seines Lebens und zur Erkenntnis, dass man nicht immer der ist, der man glaubt zu sein. In Episoden erzählt Schlink und vermischt dabei Reales und Irreales geschickt zu einer Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. An manchen Stellen ist der Roman zwar etwas überkonstruiert, sprachlich und erzählerisch knüpft der Autor aber an seine großen Erfolge an. Absolut lesenswert. *BuM*
BEMERKUNG
Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band