Der Zahir
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Der Zahir
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| Verfasserangabe |
Coelho, Paulo
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Zürich
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| Jahr | |
| Umfang |
342 S.
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| ISBN10 |
3-257-06464-0
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| ISBN13 |
978-3-257-06464-3
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| Annotation |
Die spirituelle Suche nach dem Sinn des Lebens ist die zentrale Thematik in Paulo Coelhos Romanen, mit denen er weltweit Erfolge verbuchen kann. Wie bei seinem Weltbestseller "Der Alchemist" ist auch "Der Zahir" ein Buch, in dem es um den wahren Sinn des Lebens geht, genauer gesagt, um das tiefere Verständnis von Liebe. Auch "Der Zahir" gehörte wochenlang zu den Topten auf dem heimischen Büchermarkt. Worin liegt der besondere Reiz des Buches, dass es eine so breite Leserschaft findet? Diese Frage wird sich wohl so mancher Literaturkritiker stellen, zumal der Roman sehr bescheidene literarische Ansprüche erfüllt. Zum einen ist es sicher der Autor, der sich gut vermarkten lässt, der es versteht, mit seiner Leserschaft in einen Dialog zu treten über all die Entgleisungen der westlichen Konsumwelt und dabei immer auch mit Rezepten aufwartet. Zum andern sind es die zeitgeistigen Sujets und Bilder aus einer oberflächlichen Medienwelt, die eine gewisse Vertrautheit hervorrufen. Keine geringe Bedeutung kommt zusätzlich noch einer Sprache zu, die jener aus der zahlreichen Ratgeberliteratur nicht unähnlich ist. Im Zentrum des Romans steht ein Ich-Erzähler, ganz offensichtlich das Alter Ego von Paulo Coelho selbst, mit all seinen Höhen und Tiefen seines Schriftstellerdaseins, den Ehrungen und Preisen, den zahlreichen Pressekonferenzen, den Millionenverkäufen, der ständigen Auseinandersetzung mit bösen Kritikern und einer enthusiastischen Verehrerschaft. Die Story ist einfach. Glück und Erfolg als Schriftsteller verdankt er seiner Frau, die ihn einst nach Santiago di Compostela auf Pilgerreise schickte, wo er zu seiner eigentlichen Bestimmung, der eines Romanautors und nicht wie bisher eines Songtexters, gefunden hat. Während er sich ganz auf seine schriftstellerischen Erfolge konzentriert, wendet sich Esther, seine Frau, zusehends von ihm ab, begibt sich als Kriegsberichterstatterin in verschiedene Krisengebiete und verschwindet schließlich, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Er findet zwar wieder eine Frau, eine unglücklich verheiratete Schauspielerin, die mit ihm das Leben teilt, von Esther kommt er aber nicht los, sie ist sein "Zahir", sie beschäftigt sein ganzes Sinnen und Trachten "bis zum Wahnsinn". Unter diesem Eindruck entsteht ein neues Buch, dessen Titel "Zerreißen hat seine Zeit, Zunähen hat seine Zeit" einem Vers aus dem Buch Salomo entnommen ist, wiederum ein Bestseller und in aller Munde, und insgeheim hofft er, dass Esther über dieses Buch erfährt, dass seine Liebe viel größer ist, als es ihm bisher bewusst war. Den Wendepunkt in der Geschichte bringt schließlich ein junger Mann aus einem fernen Kulturkreis, der während seiner epileptischen Anfälle Stimmen hört, die ihn anleiten, die Menschheit zu erlösen. Seine große Sendung liegt darin, unter den Menschen die "Energie der Liebe" zu verbreiten. Bei Esther, durch die er nach Paris kam, um dort einen Zirkel Gleichgesinnter aufzubauen, hatte er bereits Erfolg. Um ihren Läuterungsprozess zu vervollkommnen und um der gleichförmigen Routine des Ehealltags zu entfliehen, hat sie sich in die kasachische Steppe, die Heimat dieses jungen Heilbringers, zurückgezogen, wo sie Teppiche webt und Französischunterricht gibt. Der Erzähler selbst, der von der wahren Liebe immer noch weit entfernt ist, muss noch einen langen Weg der Bewährung gehen, bis Mikhail, so ist der Name des jungen Kasachen, die Zeit für reif hält, ihn zu seiner Frau zu begleiten und ihn zu erlösen. Die zentralen Themen des Buches sind also Sinnfindung, offen für Neues zu sein und den alten Ballast abzustreifen, und es geht um die magischen Kräfte, die im Ich schlummern und erst durch eine besondere Begegnung geweckt werden. Viel esoterisches Gedankengut, vorgetragen in einem hochtrabenden, unerträglich selbstherrlichen Ton. Die Botschaft kann Menschen anrühren, ist aber in der Direktheit der den Text beherrschenden Redeanteile ziemlich vordergründig und banal. Trotz all der sprachlichen und inhaltlichen Unzulänglichkeiten, vor allem der Phrasenhaftigkeit mühsam zu lesender Dialoge, hat der Roman es geschafft, ganz oben auf den Bestsellerlisten zu stehen, was freilich nichts mit seiner literarischen Qualität, sondern mit dem latenten Bedürfnis breiter Leserkreise nach Transzendenz und Religionsersatz zu tun hat. *LitFo* Helga Ebner
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| BEMERKUNG |
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| Übersetzung |
Deutsch
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| Trägermedium |
Band
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Gemeindebücherei Loipersdorf-Kitzladen |
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