Der kleine Häwelmann
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Der kleine Häwelmann
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| Untertitel |
ein Märchen
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| Verfasserangabe |
Theodor Storm
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Zürich
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| Jahr | |
| Umfang |
35 S. : überw. Ill.
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| ISBN10 |
3-257-01152-0
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| ISBN13 |
978-3-257-01152-4
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Annotation: Eine Traumreise für Kinder und Erwachsene Rezension: "... mehr, mehr!" möchte man rufen, wenn man Tatjana Hauptmanns Märchenbilderbuch "Der kleine Häwelmann" zugeklappt hat. Ein Buntstiftidyll, das sich aber zunehmend wilder gebärdet und aquarellige Anteile gewinnt. Expressionistisch drängt sich schon auf dem Einband der ziegelbraune Kirchturm mit der gelben Uhr entgegen, grell hervorgehoben durch einen leuchtend türkisblauen Ring. Schwarz droht das übergroße römische Zifferblatt, schwarz deuten die Zeiger auf halb zwei. Während die benachbarten Häuser scheu zu dem zählenden Riesen aufschauen, lässt der kleine Häwelmann sich in seinem Rollenbett nicht erschüttern. Die Augen weit aufgerissen, mit entschlossen gesträubtem Blondhaar und rotwangig, bläst er sich voran, das Nachthemdchen, das er als Segel benutzt, ist schon ungeheuer aufgeschwollen. Mit kräftigen Ärmchen und Händchen krallt er sich hinein, in diesen geflügelten, aber kopflosen Geist. Nein, er will nichts verpassen! Das Bettchen mit den harmlosen roten Rollen muss mit, ebenso das Herzchenkopfkissen. So sehen wir den Kleinen auch auf den folgenden Seiten. Die Mutter ist müde? Papperlapapp. Häwelmann bringt sich, wie wir auf dem Einband gesehen haben, selbst voran. Und der gutmütige Mond hilft ihm, das Haus zu verlassen, das schlafende Kleinstädtchen zu besichtigen, einen supergruseligen Disneywald zu durchqueren und sogar die Sterne zu erschrecken. Erst als Häwelmann so frech ist, seinem Gönner übers Gesicht zu fahren, stellt der die Hilfe ein. Doch Häwelmann hat nichts gelernt. Am stockdunklen Firmament kurvt er herum, beim ersten Lichtschein wieder unersättlich schreiend: "Leuchte, alter Mond leuchte!" Doch diesmal ist er an die Falsche geraten. Es ist die Sonne, die nicht lange fackelt und den Kleinen mit rotglühenden Augen vom Firmament ins Meer schnipst. Triefnass sitzt er zuletzt sogar zwischen seinen Schmusetieren klein im Ruderboot. Jähes Ende einer Traumreise, die man ganz ohne Worte aus den expressiven Bildern herauslesen kann. Und doch ist Storms Text ungekürzt zur Stelle. Bild für Bild ein Vergnügen und Kunstgenuss!
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