Unter Außenseitern
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Unter Außenseitern
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| Untertitel |
Sozialreportagen aus 30 Jahren
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| Verfasserangabe |
Christian Schüller
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| Medienart | |
| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
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| Jahr | |
| Umfang |
158 S.
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| ISBN13 |
978-3-218-00811-2
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| Annotation |
Spannende und berührende Sozialreportagen aus Österreich und der Welt. (GS) Christian Schüller leitet seit 1995 die ORF Reportage-Reihe "Am Schauplatz". Davor war er Korrespondent in den USA und in Moskau sowie als freier Journalist in Lateinamerika. In "Unter Außenseitern" stellt er "Highlights" aus 30 Jahren journalistischer Arbeit vor: Geschichten von Menschen, die nicht in die Gesellschaft passen, wer auch immer das bestimmt. Die sowjetische Putzfrau, die vor den Folgen des unkontrollierten Kapitalismus warnt und daher keine Chance mehr auf eine bessere Arbeitsstelle hat. Der Türke, der mit 15 nach Österreich gekommen ist und mit 38 abgeschoben wird in ein Land, das seine Heimat sein soll, dessen Sprache er aber nicht spricht. Und dessen österreichische Ziehmutter ins Heim muss, da sich jetzt niemand mehr um sie kümmern kann. Da ist das alte Ehepaar, das in der Toilettenanlage wohnt, die es betreut. Den Hund hat ihnen der Tierschutz weggenommen: unwürdige Lebensbedingungen. Oder der Familienvater, der vor den Trümmern seines bisher ganz normalen Lebens steht: Arbeit weg, Frau weg, Wohnung weg. Wer arm ist, der wird zum Außenseiter - und umgekehrt. Schnell kann das gehen. Schnell gegangen ist es auch für den einsamen Herrn, der in einem Armengrab beerdigt wird. Die Familie ist unbekannt, die Prostituierten, die ihn bis zuletzt gepflegt haben, erfahren erst nach dem Begräbnis von seinem Tod. Irgendwie geht es in allen Reportagen um das fehlende Geld. Manche Menschen haben so viel Angst vor der Armut, dass sie sich gegen eine Brücke wehren, die ein österreichisches Dorf mit einem slowakischen verbinden soll. Nicht so der Installateur Gerhard, der, anstatt sich vor den billigen Arbeitskräften aus Osteuropa zu fürchten, in eine rumänische Romasiedlung geht, um zu teilen ("helfen" ist ein Wort, das er nicht mag). Christian Schüller zeichnet in spannenden, kurzen Geschichten ein weltumspannendes Gesellschaftsbild. Als routiniertem Sozialreporter gelingt ihm das völlig ohne Anklage, ohne Stellungnahme oder krampfhaftes Verändernwollen. Er weiß, wovon er da schreibt und so kann er das auch ohne Emotionen tun, die überlässt er lieber dem Leser. *bn* Sabine Eidenberger
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