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      <marc:subfield code="a">Die Liebe eines Vaters</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Einsichten eines Vaters, Erinnerungen einer Tochter, Beobachtungen eines Sohnes zum Thema Vaterliebe in einem heiteren und sehr frechen, aber gut komponierten Roman. (DR)      Tschechischer Humor ist uns seit der Erfindung der Figur des braven Soldaten Schweijk ein Begriff, auch die Jugendbuchautorin Sheila Och hat uns mit ihren Geschichten zum Lachen gebracht, - und nun diese Familiengeschichte von Michal Viewegh! Zart besaitet darf man zwar nicht sein, wenn man über den Vater (von Beruf Hauptmann und dadurch zwangsläufig Kommunist) liest, der den Drang, sich unter dem Tisch zu verkriechen, auf seinen Sohn vererbt hat. Ein sehr besorgter Vater, der sich an die tausend Gefahren für seine heranwachsende Tochter erinnert, der über die Zeit mit seiner Ex-Frau erzählt, die im Roman kaum zu Wort kommt, aber immer präsent ist. Manchmal könnte man sich wohl fragen, ob der Autor witzig um jeden Preis sein will, auch um den Preis des guten Geschmacks, ja, sogar verärgert könnte man wegen einer Textstelle mit einem auffallend krassen Detail in der Beschreibung eines geistig Behinderten sein, aber die guten Momente überwiegen. Der Sohn ist mit einer seltenen Neurose gesegnet: Er leidet unter dem Zwang alles aufschreiben zu müssen, zeitgemäß natürlich auf seinem Notebook, denn auch in Prag hat inzwischen die moderne Technik Einzug gehalten. Renáta, sein Schwesterherz, moderiert eine monatliche Talkshow im Fernsehen, die Menschen mit Perversitäten vorstellt. Ihr Freund, der seltsamerweise als einziger der Romanfiguren ohne Namen auftritt, der geheimnisvolle "M.", plagt sich mit derselben Frage herum: Wie bin ich der beste Vater für meine Kleine?, denn er hat ebenfalls eine Tochter aus einer geschiedenen Ehe zu erziehen, so wie dieser Uniformliebhaber, der seiner Renáta zuliebe sogar bereit ist, private Erinnerungen und Gedanken für sie aufzuschreiben. Zum Glück findet er eine kluge Kanadierin, die tolerante Cindy, die bereit ist ihr Tschechisch zu perfektionieren, und damit ist die Familienidylle perfekt. Aufmerksame Leser werden die anfängliche Schwierigkeit überwinden, die verschiedenen "Erzählstimmen" auseinander zu halten. An Überraschungen reich, erheitert diese turbulente Geschichte nicht zuletzt durch ihre Übersetzung, die angenehm "österreichisch" anmutet und zum Schluss auch noch mit einer Zitatenliste aufwartet. Besonders für verständnisvolle Eltern mit heranwachsenden Kindern empfohlen!  *bn* Maria Linschinger</marc:subfield>
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