Weltgeschichte
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Weltgeschichte
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| Untertitel |
Imperien, Religionen und Systeme ; 15. - 19. Jahrhundert
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| Verfasserangabe |
Hans-Heinrich Nolte
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Wien
Köln Weimar |
| Jahr | |
| Umfang |
392 S.
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| ISBN10 |
3-205-77440-X
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| ISBN13 |
978-3-205-77440-2
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Angaben aus der Verlagsmeldung
Die Herstellung der einen Welt : Globaler Aufbruch in die Moderne / von Hans H Nolte
Noltes globale Sicht des Aufbruchs zur Moderne führt zu einem neuen Bild, das mehr erklärt als die verbreitete eurozentrische Sicht der Weltgeschichte. Es wird deutlich, dass viele Entwicklungen in den Kulturen auf dem durch Fernhandel und Weltreligionen schon seit der Antike vernetzten Großkontinent Asien - Afrika - Europa ähnlich waren - von China und Japan über Indien und das Osmanische Reich bis Westeuropa ernährte produktiver werdende Landwirtschaft wachsende Bevölkerungen, nahmen Gewerbe und Fernhandel zu und stieg der Geldumlauf an. Vielerorts wurden Menschen einer systematischeren Disziplin unterworfen und diskutierten Gelehrte über Reformen der sich verändernden Gesellschaften. Die europäischen Mächte unterschieden sich von den anderen durch ihre militärische Leistungsfähigkeit, die Ergebnis der Konkurrenz in der Christenheit war: jedes Königreich und jeder Fürst wollte auf dem neuesten Stand militärischer Taktik und Technik sein. Die Christenheit wurde zum europäischen System, dessen Mitglieder noch systematischer ihre Macht mehren wollten. Die Schrecken der Konfessionskriege bereiteten die allgemeine Säkularisierung und Verwissenschaftlichung sowie die Entstehung der neuen Nationalstaaten vor. Inzwischen hatte die Unterwerfung der indianischen Kulturen die von den europäischen Mächten kontrollierten Mittel vermehrt und das amerikanische Silber die Teilnahme am Handel Asiens ermöglicht, auf dessen Märkten europäische Gewerbeprodukte kaum absetzbar waren. Erst als weltweit wichtige Erfindungen wie die Dampfmaschine ausnahmsweise nicht in China, sondern in Westeuropa gelangen, wurde europäische Industrie konkurrenzfähig. Mit Gewalt öffneten nun die europäischen Mächte die Märkte der asiatischen Imperien und behinderten dort schnelle Übernahmen der industriellen Revolution. Als Großbritannien sogar den Drogenhandel mit militärischen Mitteln förderte, wurde die strukturelle Schwäche des europäischen Konzerts allerdings überdeutlich - es gelang nicht, staatenübergreifendes Recht durchzusetzen, und die Konkurrenz zwischen den europäischen Mächten wurde schärfer, als die Einheit der Welt real hergestellt und Expansion nur noch auf Kosten anderer Europäer möglich war.
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