Meine Zuflucht und mein Sturm
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Meine Zuflucht und mein Sturm
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| Verfasserangabe |
Arundhati Roy ; aus dem Englischen von Anette Grube
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Frankfurt am Main
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| Jahr | |
| Umfang |
367 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-10-397709-7
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Ursula Pirker; #Porträt einer sehr schwierigen Mutter-Tochter Beziehung. (BI)#Arundhati Roy ist vielen Leser*innen von ihrem Buch »Der Gott der kleinen Dinge« bekannt. Während sie in ihrem Erstlingswerk noch unter dem Deckmantel einer »frei« erfundenen Geschichte ein Porträt ihrer Familie und der politischen Situation in Indien gibt, bezieht sie sich nun direkt auf ihre Mutter. Mrs. Roy senior ist eine ungewöhnliche Frau. Obwohl die Rechte von Frauen in Indien sehr begrenzt waren, hat sie es geschafft, als geschiedene Frau mit zwei kleinen Kindern ihre Träume zu verwirklichen. Sie gründete die Schule Pallikoodam, die Kindern aus allen Schichten die Möglichkeit gab, Bildung zu erlangen. Aus einem improvisierten Klassenraum in einem Club mit nur rund zwanzig Schüler*innen wurde über die Jahre ein verzweigtes und anerkanntes Schulsystem. Darüber hinaus hat Mrs. Roy sen. einen juristischen Kampf gegen das starre, gegen Frauen ausgerichtete indische Justizsystem ausgefochten und erreicht, dass auch Frauen erben können. Sie war für ihre Zeit sehr fortschrittlich und gab nie auf. Privat war sie jedoch eine Despotin, die keine Gelegenheit ausließ, ihre Kinder zu schlagen, zu demütigen und zu schikanieren. Arundhati und ihr Bruder wussten sich an manchen Tagen kaum noch zu helfen. Jedes Aufbegehren ihrerseits hätte in einem fatalen Asthmaanfall der Mutter enden können. Mit 16 schließlich hielt es Arundhati nicht mehr bei ihrer Mutter aus und machte sich völlig allein und mittellos auf den Weg nach Delhi, was eine Reise von mehreren Tagen bedeutete. Sieben Jahre lang hatte sie keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Ihr Leben in Delhi war von Hunger, Armut, aber auch von Drogen und der ersten Liebe gekennzeichnet. Das Verhältnis zu ihrer Mutter, aber auch zu Nähe allgemein blieb schwierig. Viele Zufälle, der Drang, immer weiterzumachen und keine Angst vor dem Scheitern zu haben, machen Arundhati über die Jahre zu einer selbstbewussten, erfolgreichen Frau, die ihre Mutter zwar nicht mehr lieben lernt, aber doch sehr schätzt.#Der autobiografische Roman, der eher eine Biografie der Mutter ist, zieht einen von Anfang an in den Bann. Die Schilderung der ärmlichen Verhältnisse und die Gewalttätigkeit der Mutter berühren sehr. Nebenbei erfahren die Leser*innen viel über die historischen und religionspolitischen Hintergründe Indiens, auch die bedrückende Rolle der indischen Frau wird eingehend geschildert. Im zweiten Drittel büßt der Roman etwas an Elan ein und es fällt schwer, sich in diesem Dickicht an Personen, Schauplätzen und politischen Eckdaten zu orientieren. Auch die zunehmend positivere Einstellung zu ihrer Mutter konnte ich nicht immer nachvollziehen.#Insgesamt ein beeindruckendes, berührendes und sehr informatives Buch. Schade, dass der englische Titel mit dem Hinweis auf einen Beatles-Song »Mother Mary comes to me« im Deutschen nicht übernommen wurde. Außerdem wäre eine kurze Personenübersicht bzw. ein Glossar sehr hilfreich gewesen. Sehr empfehlenswert.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Öffentliche Bibliothek der Gemeinde Schlierbach |
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