Brennende Felder
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Brennende Felder
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| Untertitel |
Roman
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| Verfasserangabe |
Reinhard Kaiser-Mühlecker
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| Medienart | |
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| Person | |
| Verlag | |
| Ort |
Frankfurt am Main
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| Jahr | |
| Umfang |
366 Seiten
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| ISBN13 |
978-3-10-397570-3
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| Annotation |
Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); #Autor: Karl Vogd; #Eine Narzisstin und das Erodieren des gesellschaftlichen Zusammenhalts. (DR)#Der Schauplatz des neuen Romans des österreichischen Autors ist wieder der fiktive oberösterreichische Ort Rosental. Im ersten Teil des Romans wird das Schicksal von Luisa im Rückblick erzählt. Sie hat sehr jung ihre Familie verlassen. Zuvor hatte sie erfahren, dass ihr Vater in Wirklichkeit ihr Stiefvater ist. Luisa liebt diesen Mann, doch er weist sie zurück. Nun lebt sie ein unruhiges Leben, hat zwei Kinder von unterschiedlichen Vätern und verlässt beide wieder. Während sie in Hamburg wohnt, taucht eines Tages der geliebte Stiefvater bei ihr auf. In der Liebesbeziehung zu diesem Mann scheint sich auf einmal eine Lösung für ihr Dilemma zu ergeben: Mit ihm kehrt sie zurück in ihren Heimatort, kann aber den Verstrickungen der Vergangenheit nicht entkommen. Ihr Partner verübt nachts Einbrüche in einsam gelegene Gehöfte. Bei einer dieser Diebestouren, auf die ihn schließlich auch Luisa begleitet, wird er vom Hausbesitzer erschossen. Der wahre Sachverhalt wird von der Polizei und der Dorföffentlichkeit nicht aufgeklärt, sondern als tragischer Unfall dargestellt. Einige Zeit später beginnt Luisa eine Liebesbeziehung mit dem Mann, der für den Tod ihres Stiefvaters verantwortlich ist. Auch diese Beziehung scheitert schließlich.#Luisa ist eine unruhige, unsichere Person, ständig auf der Suche nach sich selbst. Eine Selbstfindung glaubt sie als Schriftstellerin zu erreichen. Sie beginnt für ein Buch zu recherchieren und daran zu schreiben.#Der Roman ist aus der Perspektive von Luisa erzählt. Die Leser*innen haben teil an ihrer Gefühls- und Gedankenwelt. Einerseits bedauert man ihr Scheitern, andererseits stößt ihre Egozentrik ab. Die Art und Weise, mit der es Kaiser-Mühlecker gelingt, das Innere dieser problematischen Persönlichkeit darzustellen, ist eine der Stärken dieses Romans. Ein weiterer Punkt ist die sprachliche Qualität, vor allem in den Passagen, in denen Natur und Landschaft beschrieben werden. Auch die Veränderungen in den Dörfern die Zersiedelung und der Bodenfraß werden aufmerksam registriert. Genauso gelungen ist, dass der Autor mit wenigen Details das Erodieren des gesellschaftlichen Zusammenhalts auf dem Land sichtbar macht. Das alles geschieht nicht plakativ, sondern wird durch den raffinierten Einsatz von Spiegelungen und Brechungen erzielt. Ein stimmiger Zeitbefund voller Aufmerksamkeit und Scharfsinn. Absolut lesenswert.
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Erhältlich in folgenden Bibliotheken
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Öffentliche Bücherei Maria Lanzendorf |
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