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      <marc:subfield code="a">Die bedrohte Zukunft</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="b">gefährden wir unsere Fruchtbarkeit und Überlebensfähigkeit?</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">München</marc:subfield>
      <marc:subfield code="b">Droemer Knaur</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">Theo Colborn, eine US-amerikanische Zoologin, glaubte der Idylle nicht so recht und forschte weiter- heute wird das Ergebnis, ein Buch, das nun auch in der deutschen Übersetzung erschienen ist, in aller Welt unter Toxikologen herumgereicht. Die Daten, die es enthält, sind brisant; sie stellen die klassische Bewertung von Schadstoffen in Frage: In jahrelanger, mühevoller Kleinarbeit trug Colborn, ursprünglich Pharmazeutin, die als ,Seniorstudent" noch einmal auf die Hochschule marschierte und Zoologie studierte, mysteriöse Daten zusammen, die zeigen, daß unter der heilen Oberfläche vieles nicht in Ordnung ist: Etwa paaren sich Weißkopfadler an der Küste Floridas nicht mehr; in England verschwinden Otterpopulationen, ohne daß ihr Le bensraum eingeschränkt wurde; die kanadischen Silbermöwen brüten ihre Eier, die KütRen mit mißgebildeten Schnäbeln und Klumpfüßen enthalten, nicht mehr aus. Dazu gesellen sich mysteriöse Befunde beim Menschen: Mediziner registrieren weltweit einen drastischen Rückgang der Spermienzahl, zahlreiche Paare bleiben kinderlos, hormonabhängige Krebsarten (Brust, Prostata etc.) sind im Steigen begriffen, ebenso bei Kindern Fehlbildungen an Genitalien. Colborne hat in vielen unterschiedlichen Disziplinen gestöbert, ist auf eine Erklärung für diese unerklärlichen Befunde gestoßen: Der Körper glaubt offenbar, daß es sich bei manchen Umweltchemikalien um weibliche Sexualhormone handle - und reagiert entsprechend. Es handelt sich um Pestizide, Industriechemikalien und einige natürliche Stoffe, für die inzwischen der Begriff "Umwelthormone" verwendet wird. Erwachsene vertragen die Chemikalien, die in der Natur überall in äußerst geringen Mengen vorhanden sind und sich im Fettgewebe von Lebewesen ansammeln, die am Ende der Nahrungskette liegen, ganz gut. Meistens machen sich Schäden am Immunsystem, an Fortpflanzungsorganen, Schilddrüsen- und Verhaltensstörungen erst beim Nachwuchs bemerkbar; oft erst im Jugend- und Erwachsenenalter. Im Mutterleib sind Vögel, Mäuse und Menschen (der menschliche und tierische Organismus besitzt ein ganz ähnliches Hormonsystem) gegenüber Hormonschwankungen extrem sensibel. Kaum noch meßbare Veränderungen des Spiegels können die Entwicklung kräftig durcheinanderbringen. Noch ist offen, wie was genau wirkt. Colborns spannende Wissenschaftsreportage hat aber den Anstoß für Forschungen geliefert, die nun in den USA und in Europa anlaufen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie der Versuchung widerstanden hat, sich in unseriösen Spekulationen zu verlieren. Die vorliegenden Indizien sind drastisch genug. ANZAHL EXPLARE: 3</marc:subfield>
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      <marc:subfield code="a">398 S.</marc:subfield>
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