Der Superkleber

Bezeichnung Wert
Titel
Der Superkleber
Verfasserangabe
Smadja, Brigitte
Medienart
Sprache
Person
Verlag
Ort
Frankfurt a. M.
Jahr
Umfang
94 S.
Schlagwort
Annotation
Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Heidi Lexe; Annotation: Geradlinig erzählte, vielschichtige Geschichte einer schwierigen Freundschaft zwischen zwei Jungen. Rezension: Eigentlich ist Ulysses ein verdammt gewöhnlicher Typ - und doch gelingt es ihm, Thomas in eine emotionale Irrfahrt mit tragischem Ende zu treiben: Verdichtet durch die konsequente Ich-Perspektive schildert Thomas, wie Ulysses neu in die Klasse kommt und sich scheinbar ihn - Thomas - als neuen Freund aussucht. Thomas jedoch will nichts weiter, als sich in seiner Clique wohl zu fühlen, will nichts weiter, als kleine Rituale mit besten FreundInnen zu pflegen. Dass auch Ulysses plötzlich die Aufmerksamkeit von Menschen hat, die Thomas für sich beansprucht, beginnt Thomas zu stören, zu ärgern. Erfolgreich steigert er sich in eine Art Verfolgungswahn, aber: Erst nach und nach wird auch für die LeserInnen klar, dass nur Thomas' Innenperspektive geschildert wird, dass bewusst nur nebenbei erzählerische Hinweise darauf gegeben werden, wie andere Ulysses sehen und dass Thomas seine Ablehnung zwar den LeserInnen schildert, Ulysses gegenüber aber nie konkret an- oder ausspricht. Als Thomas sich endlich Luft verschafft, wirkt sein Ausbruch für alle anderen ebenso unerwartet wie verletzend und führt konsequent ins Tragische. Erzählt wird schnörkellos und geradlinig - und doch entsteht ein komplexes Beziehungsmuster, das vom pubertären Um-sich-selbst-Kreisen ebenso geprägt ist wie von der Unfähigkeit, Gefühle zu formulieren, um sich und anderen damit Grenzen zu setzen. Die dem Tragischen innewohnende Funktion der Katharsis jedoch ermöglicht hier einen Neuanfang. Und diesmal ist es Thomas, der um Ulysses wirbt. ---- Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Josefine Weninger; Warum lässt Ulysse, der Superkleber, Thomas nicht endlich in Ruhe? (ab 12) (JE) Thomas fühlt sich in seiner Clique ziemlich geborgen, und er will eigentlich nicht, dass sich irgend etwas ändert. Da kommt ein Neuer in die Klasse, Ulysse, der Tom von Anfang an suspekt ist, der sich aber sehr um eine Freundschaft mit ihm bemüht. Tom fühlt sich immer mehr von ihm verfolgt und beginnt ihn zu hassen, ohne das dem nichts ahnenden Ulysse zu sagen oder zu zeigen. Auf einer Geburtstagsparty bricht die aufgestaute Wut plötzlich aus ihm heraus - der überraschte Ulysse läuft in Panik vor ein Auto und wird schwer verletzt. In der Zeit des Bangens und der Schuldgefühle wird Tom einiges über sich selbst und seine Beziehung zum vermeintlichen "Superkleber" klar, und beide werden schließlich doch noch Freunde. Der relativ kurze Text in großer Schrift wird von Tom selbst erzählt, wobei dieser Erzähler häufig zwischen Erinnerungen, Erlebtem und Gefühlsreflexionen hin- und herspringt, was schwächeren Leser/innen Schwierigkeiten bereiten dürfte. Interessant ist, wie es der Autorin gelingt, die rein subjektive Wahrnehmung des Helden der Geschichte so zu vermitteln, dass auch Leser/innen bis zur Katastrophe an die bösen Absichten des eigentlich völlig normalen Ulysse glauben, und auf diese Weise hoffentlich auch die eigene Wahrnehmung etwas differenzierter zu sehen beginnen. Gut nachvollziehbar ist auch die Gedankenwelt dieses Jungen am Beginn der Pubertät, der seine Unsicherheit und seine Angst vor der Veränderung durch betonte "Coolness" auch seinen Freunden und Freundinnen gegenüber zu verdecken versucht. ---- Quelle: STUBE (http://www.stube.at/); Ulysses der Neue sucht einfach Anschluss. Thomas jedoch will keinen neuen Freund. Er ist glücklich mit seiner Clique und deren eingespielter Art des Miteinander. Dabei ist Ulysses ein netter Kerl, sowohl Thomas Freunde als auch seine Familie mögen ihn. Nur Thomas fühlt sich bedrängt und verfolgt von Ulysses. Wieso hat er gerade ihn als Freund ins Auge gefasst? Wieso muss er gerade auf ihm kleben wie "superglu"? Rückblickend erzählt Thomas von seiner sich steigernden Wut auf Ulysses, die im unvermeidlichen Show-down konsequenterweise zur Katastrophe führt. Schnell und spannend erzählt entkommen weder Thomas noch die LeserInnen der Situation, die vielleicht mit einem coolen Spruch und ein wenig Distanz zu sich selbst zu lösen gewesen wäre und doch entsteht ein innerer Monolog der Sprachlosigkeit. STUBE - Seitenweise : www.stube.at
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Übersetzung
Deutsch
Trägermedium
Band