Jeremias
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Jeremias
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| Untertitel |
eine dramatische Dichtung in neun Bildern
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| Verfasserangabe |
Stefan Zweig
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Leipzig
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216 S.; 22 cm
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Es handelt sich beim »Jeremias« um eine Tragödie, die nicht primär pazifistisch orientiert ist, sondern in der er vielmehr, durchaus in den Spuren des »Tersites« wandelnd, »die seelische Superiorität des Besiegten« eindrucksvoll aufzuzeigen versteht. Es geht ihm darum, »daß derjenige, der als der Schwache, der Ängstliche in der Zeit der Begeisterung verachtet wird, in der Stunde der Niederlage sich meist als der einzige erweist, der sie nicht nur erträgt, sondern sie bemeistert«. Die Wahl eines biblischen Themas bedeutet für ihn ferner die neue Auseinandersetzung mit der Geschichte des jüdischen Schicksals, mit dem er sich »im Blut oder in der Tradition dunkel begründeter Gemeinschaft« verbunden sieht und das er jetzt als »sein Volk« wiederentdeckt. Am jüdischen Volk fasziniert ihn nun die Fähigkeit, daß es das »Unterliegen unter der Gewalt bejaht und sogar als einen Weg zu Gott gesegnet« hat. Die Arbeit am »Jeremias« hat für den Stefan Zweig der Jahre 1916 und 1917 durchaus auch eine therapeutische Komponente: »Von dem Augenblicke, da ich versuchte, sie zu gestalten, litt ich nicht mehr so schwer an der Tragödie der Zeit.«
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Provinzbibliothek der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol - Innsbruck |
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