Krambambuli /Die Sünderin /Der Säger
| Bezeichnung | Wert |
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| Titel |
Krambambuli /Die Sünderin /Der Säger
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| Verfasserangabe |
Marie von Ebner-Eschenbach
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| Medienart | |
| Sprache | |
| Person | |
| Auflage |
1. Aufl.
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| Verlag | |
| Ort |
S.l.] @
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| Jahr | |
| ISBN10 |
3-902560-18-5
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| ISBN13 |
978-3-902560-18-6
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| Schlagwort | |
| Annotation |
Angaben aus der Verlagsmeldung
Krambambuli /Die Sünderin /Der Säger / von Marie von Ebner-Eschenbach
KRAMBAMBULI: Schauplatz der Geschichte ist ein kleiner Ort in Österreich
um 1900, in dem der Landstreicher und Wilderer Pachler im Alkoholrausch
seinen treuen Hund Krambambuli um eine Kiste Schnaps an den
Förster verkauft und sich schließlich mit diesem in eine tödliche Feindschaft
verstrickt. Der Hund ist hin- und hergerissen in Hundeliebe und
Hundetreue zwischen altem und neuem Herrn und stirbt an diesem Konflikt
in Qual und Pein. Eine ans Herz gehende, traurige Tiergeschichte,
die mehrfach erfolgreich verfilmt wurde.
DIE SÜNDERIN: „Das Schreiben, selbst an meine liebsten Menschen, ist mir eine Qual“, sagte Louise von
François, und: Mir auch, mir auch! dachte die alte Baronin, als sie den vierten Brief, den sie heute
geschrieben hatte, und jeden an einen ihr sehr lieben Menschen, schwer seufzend schloss. Kein fauler
Student sehnt sich ungeduldiger von der Schulbank fort, als sie sich fortsehnte vom Schreibtisch
in den Garten hinaus. Es war ein Sommermorgen von jauchzender Pracht. Ein Blick ins Freie umfasste
eine Welt von Schönheit: Schauen war Glück und Atmen Genuss.
DER SÄGER: Es war am Spätherbstabend nach einer sehr ermüdenden Treibjagd. Man saß schon lange
gemächlich im Rauchsalon beim schwarzen Kaffee; den jungen Damen entschwand mehr und mehr die
Hoffnung, dass es noch zu einem Tänzchen kommen werde. In schleppendem Tempo drehte sich die
Unterhaltung um lauter rasche Dinge: Luftfahrzeuge, Autos, Rennpferde, und geriet endlich – wieso, hätte
niemand sagen können – ins Gebiet des Übernatürlichen. Ahnungen, eingetroffene Prophezeiungen
kamen an die Reihe; zuletzt tauchten sogar Gespenster auf. Die Hausfrau zwang sich, ernst dreinzusehen:
„Ach die! Von dem Glauben an die Gespenster hat mich schon meine alte Kinderfrau geheilt. Denn, sagte
sie, nackt gehen sie nicht, und wer möchte ihnen Kleider machen?“
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